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Zeitungsartikel vom 21.11.1948 zum 90. Geburtstag von Ingenieur und Unternehmer Ernst Rein, * 21.11.1858 in Chemnitz, + 25.9.1953 in Bielefeld:

Zeitungsartikel 19481873 begann er seine Ausbildung zum Schlosser in Meerane bei Zwickau und besuchte dann die Meisterschule in Chemnitz. Nachdem er als technischer Zeichner in Oerlikon (Schweiz) gearbeitet hatte, begab er sich als Passagier 2. Klasse in die U.S.A., wo er in Milwaukee für 2 Jahre u. a. eingewanderten Deutschen Unterricht im technischen Zeichnen gab. 1885 wurde er Konstrukteur bei Schiess in Düsseldorf, 1890 gründete er zusammen mit Theodor Droop die Firma Droop & Rein. Den Aufmarsch der NSDAP in seinem Werk untersagte er und durfte deswegen zeitweilig die Fabrik nicht mehr betreten. Ohne ihn wurde die Produktion auf Rüstungstechnik umgestellt. Am 30.9.1944 stürzte sein Privathaus nach einem Treffer ein, die Hausangestellte befand sich noch auf der Kellertreppe und kam ums Leben. Er selbst wurde im Keller verschüttet und konnte sich und andere wieder freigraben. Die Britten genehmigten ihm schliesslich, mit dem Wiederaufbau des Werkes zu beginnen, denn er hatte immer noch nicht die Nase voll. Wenn einmal etwas nicht gelang, benutzte er gern die Formulierung "zu dumm". Heute wählt man andere Worte.

Brief vom 10.12.1910 von Gustav R. Hülsberg an Ernst Rein von der Messe in Brüssel  über seinen husarenmässigen Einsatz zur Mitbewerberanalyse:

VorderseiteBruxelles, den 10.12.1910:
Sehr geehrter Herr Rein,
erlaube mich Ihnen mitzuteilen, dass es mir gestern nach ca. ½ stündigem Reden gelungen ist, die kleine Broschüre von André Citroën über Pfeilräder und Pfeilkegelräder zu bekommen; ich stelle sie Ihnen auf Wunsch selbstverständlich gern zur Verfügung & würde in diesem Falle bitten, dieselbe nach Einsicht zu retournieren. Da ich mich speziell für Zahnräderfabrikation sehr interessiere, stellte ich mich an den Stand von Citroën , betrachtete den Gang der Räder & ersuchte hierauf C. persönlich, die Räder zum Stillstand zu bringen. Ich bewunderte die vollkommen incorrecte Zahnform seiner gefrästen Pfeilkegelräder & die dadurch verursachte ungleichmässige Zahnanlage & bat um einen Catalog; er gab mir ein Blatt; seine kleine Broschüre zu erhalten, machte Schwierigkeiten, ich bekam sie jedoch, nachdem ich ihm meine Karte mit Firma gegeben & erklärt hatte, dass ich häufig Walzen zu construieren hätte. Desweiteren bat ich um Abbildung seiner Maschinen nebst Preisangabe. Er erwiderte, er verkaufe nur Räder, die Maschinen seien sein Geschäftsgeheimnis. Nachdem ich nun alles hatte, was ich unter den gegebenen Umständen bekommen konnte, konnte ich es mir nicht verkneifen, ihn etwas aufzuziehen. Er meinte, in Deutschland könne niemand Pfeilräder fräsen. Ich erwiderte, ich erinnere mich gestern bei einer deutschen Firma, ich glaubte es wäre eine Bielefelder, den Namen wüsste ich aber nicht mehr, engrenages à chevron taillés, an denen keine Nacharbeit von Hand erforderlich war, gesehen zu haben. Er fiel mir gleich ins Wort:"Das war wohl D&R." Ich bestätigte die Möglichkeit. Nun wollte er sich anderen Besuchern zuwenden, da liess ich ihn seine Räder nochmals stillsetzen & explicierte ihm, wie uncorrect die Zahnform seiner gefrästen Kegelräder [so: (Rechteck) statt so: (Keil)] & wie schlecht infolgedessen, wie man ja sehen könnte, wenn man Augen hätte, die Zahnanlage wäre & dass daher seine gefräs- 

Rückseiteten Räder keinen Vorzug gegenüber roh gegossenen hätten, ausser dass sie teurer wären. Er war ziemlich ungehalten & meinte, was die Zahnform anbelange, so mache das nichts aus, setzte aber seine Räder schleunigst wieder in Leerlauf, damit die herumstehenden (einige englische Ingenieure) nicht sehen sollten, um was sich meine Worte handelten. C. hat an 3 Stellen ausgestellt: 1) Internationale Maschinenhalle in der Reihe, in der die Humphrey Pumpe ist, gegenüber Thiry. 2) In der Section Française schräg hinter der Pariser Filiale von Bliss. 3) in Colonies Françaises eine Räderübersetzung 50:1. Ich habe die Londoner Adresse von C. & bin gern bereit, dort Offerte einzuholen & Ihnen dieselbe zu übersenden, wenn Sie mir die erforderlichen Abmessungen angeben.
Mein Buch über Werkzeugmaschinen von "Hülle" habe ich, meinem Versprechen gemäss, durch den Knecht von A. Schwarze, Quelle, neulich in Ihrer Privatwohnung abgeben lassen & hoffe ich, dass Sie dasselbe erhalten & unter "verbesserte Kurbelgetriebe" das Ellipsenrad im Eingriff mit einem Stirnrad gefunden haben.
Ich wollte mir letzten Donnerstag erlauben, mich von Ihnen zu verabschieden, erfuhr aber auf meinen telephonischen Anruf zu meinem Bedauern, dass Sie verreist wären & habe infolgedessen meinen Besuch unterlassen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir gelegentlich Ihren grünen Catalog mit den Abbildungen T4, T5, T10, T11, T12 übersenden würden.
Heute abend fahre ich über Ostende nach London. Ich erlaube mir, Ihnen meine dortige Adresse mitzuteilen; dieselbe ist: c. o. Fireproof Doors, Ltd. 46 King William St. London E.C.
Mit bestem Gruss  Hochachtungsvoll  Gust. R. Hülsberg

1. NC-Steuerung der Weltca. 1963:
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Bauart FS80N
Steuerungsanlage System Emicon
EMI Electronics Ltd
Hayes / England

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Garantierte Fräsgenauigkeit ± 0,025mm

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Vater Friedrich 1950Mein Vater Friedrich Rein, geb. Waneczek, adoptiertes Kind von Ernst Rein´s 5. Tochter Martha, während der Ausbildung zum Maschinenschlosser ca. 1950.

Maschinenbau 19301930

Maschinenbau 19391939

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